top of page

Aktuelles

"Der berüchtigte Schinderhannes und seine Mittäter - aus Frankfurt und Taunus bis in den Orinocodschungel" Am 21. November 1803 endete in Mainz unter der Guillotine das kurze Leben des Johannes Bückler, genannt Schinderhannes.

Mit 24 Jahren konnte er schon auf eine beachtliche Sammlung an Totschlägen und Gewaltverbrechen zurückblicken: 130 Straftaten kann man ihm heute noch nachweisen. Immer war er unterwegs, nicht nur im Hunsrück oder Nordpfalz, sondern auch entlang des Mains, in Frankfurt und dem Taunus. Der Arm der Justiz war lang. Keine 48 Stunden hinter ihm war der gefürchtete Kopfjäger und Juraprofessor Anton Keil, als er in Frankfurt - wie so oft - Station machte. Mainz war damals französisch, Frankfurt und die gesamte östliche Rheinseite aber noch immer Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation mit einer Vielzahl kleinster Staaten, die es den Ganoven leicht machten, sich zu verstecken. Seit Jahren herrschte Krieg, und zehntausende Menschen lagerten in den Wäldern und auf den Felder der Region. Dr. Siegler, Richter in Frankfurt, kam kaum hinterher, Kriminalfälle zu lösen und Recht zu sprechen. Bei Feiertagen wurden alle Vagabunden und Bettler hinter der Paulskirche in einer kleinen Straßen eingesperrt. Banden von 20 Mann überfielen nachts Häuser in Frankfurt und kein Wachposten an den Toren der Stadt bekam etwas davon mit. Der Referent des Abends, Dr. Dr. Mark Scheibe, promovierte als Jurist über den Schinderhannes und forscht seit 33 Jahren auf allen Kontinenten zu dem Ganoven. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815 wird gerne angenommen.

bottom of page